Jahresgabenausstellung 2018

Jahresgabenausstellung 2018

11 Künstler aus Frechen und von auswärts stellen vor allem kleine Formate zu günstigen Preisen aus. Das Angebot umfasst Zeichnung, Malerei, Radierung und Collagetechniken, aber auch Fotografie, Skulptur und keramische Kunst. Zugleich gibt die Ausstellung einen interessanten Einblick in die Vielfalt des aktuellen künstlerischen Arbeitens.

Die meisten malerischen Arbeiten der Ausstellung spielen mit der Spannung zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion. In Christel Baumanns leuchtenden Kompositionen geben die Titel schon Hinweise auf konkrete Landschaftserlebnisse, die malerisch ganz frei umgesetzt wurden. In den blau und grün schimmernden Ölgemälden von Dirk Pleyer spürt man im Pinselschwung das Spiel des Sturms, des Lichts, des Wassers, der Landschaft. Ganz anders die ruhigen Farblandschaften von Susanne Maurer, die auf eine leise Art durch Spannungen zwischen Farben und Flächen eine gegenständliche Illusion aufbauen. Auch Irmgard Eschs abstrakte Farbschwelgereien haben realistische Komponenten, florale Muster, die auf die bunt bedruckten Kleiderstoffe reagieren, die als Malgrund dienen.

Additschka von Schalscha lässt durch ihre schwungvoll komponierten Collagen ganz realistisch eine Guggelhupf-Form tanzen. Die vielschichtigen Collagen von Uta Göbel-Groß laden ein zum Darin- Lesen. „Lebensboot“ heißt z.B. eine symbolträchtige Serie, aus der wir zwei Bilder zeigen. Petra Ritterbachs Collagen entwickeln ihre Bildideen z.T. aus skurrilen oder rätselhaften Situationen, die sich im Gedächtnis festgesetzt haben oder die aus dem Unterbewussten auftauchen.

Leopold Peer ist der einzige Grafiker in der Runde der Ausstellenden. Seine feinen, regelrecht altmeisterlich hergestellten Radierungen haben vordergründig einfache Sujets, ein Baum, ein Herbstblatt, eine Muschel, ein Schmetterling. Aber es sind surreale Wesen, in surrealen Räumen und Landschaften.

Plastische Arbeiten werden von Christiane Rückert präsentiert. Sie arbeitet mit Papier, das sie „schöpft, leimt, wickelt, collagiert“ und weiter vielfältig bearbeitet. Die Arbeiten widmen sich zum einen organischen Formen, zum anderen beschäftigt sie sich mit den Balancekünsten der menschlichen Figur. Elisabeth Vix, die zweite plastisch arbeitende Künstlerin, arbeitet mit Ton. Sie ist eine Keramikerin, die es besonders mit der Raku-Technik zu hoher Meisterschaft gebracht hat. Sie zeigt Dosen und auch frei gestaltete Objekte.

Herbert Naumann ist der einzige fotographisch arbeitende Künstler dieser Ausstellung. In seinen SW- Fotografien zeigt er Industriebrachen an der Emscher. Es handelt sich um Mehrfachbelichtungen auf verfallenen analogen Diafilmen, die in einem kaum mehr kontrollierbaren Entwicklungsverfahren entstanden sind. Die Bilder können als kritische Kommentare zu Ausbeutung, Zerstörung und neuer Funktionalisierung von Natur verstanden werden. Eine spannende Position, die hier im Braunkohlegebiet möglicherweise Diskussionen anregt.

 

„mit meinen Augen“ Ausstellung mit Ai Hagita und Dilberay Köle

 13. – 23. September 2018,

Im Rahmen der Kulturwoche Frechen zeigt der Kunstverein zu Frechen e.V. die türkische Künstlerin Dilberay Köle und Ai Hagita aus Japan im Dialog. Die Frechener Kulturwoche steht 2018 unter dem Motto „Kulturen verbinden!“. Für seine Herbstausstellung hat der Kunstverein daher als seinen Beitrag zur Kulturwoche bewusst zwei Künstlerinnen mit ausländischen Wurzeln ausgewählt. Die Ausstellung „MIT MEINEN AUGEN“ wird am Donnerstag, 13. September um 19.00 Uhr im Stadtsaal Frechen, Oberes Foyer eröffnet. Ausstellungsdauer 13. – 23. September 2018, geöffnet Mi – Sa 15 – 18 Uhr, So 11 – 18 Uhr.

Vor der Vernissage am 13. September findet von 16.30 Uhr bis 18.15 Uhr ein Urban Sketching statt: Freies zeichnen und skizzieren an verschiedenen Plätzen in Frechen. Es geht nicht darum, „schön“ oder fotorealistisch zu zeichnen, sondern intuitiv das Gesehene zu Papier zu bringen. Für Könner und Anfänger. Treffpunkt Stadtsaal Frechen. Die freien Zeichnungen können anschließend im Kunstverein als Blickfang aufgehängt werden.

Ai Hagita   wurde in Osaka, Japan geboren. Sie begann das Studium der Malerei zunächst in Japan. Seit 1984 lebt sie in Deutschland und studierte von 1987-1991 an der Kunstakademie Düsseldorf, wo sie Meisterschülerin von Prof. Alfonso Hüppi  war. Seit 1990 hat sie Einzel- und Gruppen-ausstellungen im In- und Ausland, Sie lebt und arbeitet in Meerbusch.

Ihre im Kunstverein ausgestellten Bilder – eine Verbindung aus Gouache und Papier-Relief, die gerade ihre Ausdrucksträger sind,  – sowie die eingebrannten Zeichnungen auf kleinen Schalen und Kugeln aus hellem Ton strömen Ruhe, Kühle, Konzentration aus.

Über ihre Werke sagt sie sehr poetisch: Ich schöpfe aus der Stille unhörbare, unsichtbare Dinge und fixiere Momentaufnahmen und Ausschnitte des Alltags auf die Bilder. Ich hoffe, dass jemand vielleicht aus den Bildern oder den Objekten ein eigenes Gedicht herauslesen kann.

Dilberay Köle  wurde 1990 in Osmaniye, Türkei geboren. Sie lebt und arbeitet in Berlin. Von 2007 – 2011 studierte sie Malerei mit Abschluss Bachelor an der Marmara Universität in Istanbul. Von 2013 – 2015 erwarb sie den Master of Fine Art in Malerei  an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter. Von 2015 – 2016 war sie Meisterschülerin bei Prof. Dr. Ulrika Eller-Rüter ebendort. Seit 2010 hat sie Einzel- und Gruppenausstellungen in Istanbul und im Köln-Bonner Raum.

Bei  ihren Arbeiten  legt sie großen Wert auf den Ort, der drinnen oder draußen sein kann. Sie nimmt ihre Inspiration aus ihrer Umgebung, sowohl Außen- wie Innenräumen, und lässt sich dadurch beeinflussen. Sie sagt dazu:  Mein Fokus liegt auf den sichtbaren Dingen  in  meiner  Umgebung.  Zuerst  suche  ich  den  Raum  aus  und  dann  das  Objekt,  welches  ich darstellen  möchte.  Meistens  arbeite  ich  mit  den  architektonischen  Objekten  in  einer  Stadt,  das gehört  zu  meinen  hauptsächlichen  Arbeiten.

ERÖFFNUNG DER XVIII. DEUTSCHEN INTERNATIONALEN GRAFIK-TRIENNALE FRECHEN

ERÖFFNUNG DER XVIII. DEUTSCHEN INTERNATIONALEN GRAFIK-TRIENNALE FRECHEN

Eröffnung  ·  Opening

Sonntag, 03. 06. 2018, 11 Uhr

Stadtsaal Frechen

Ansprachen  ·  Speeches

Susanne Stupp

Bürgermeisterin der Stadt Frechen

Christa Herrmann, 1. Vorsitzende Kunstverein zu Frechen e.V.

Helmut Kesberg, Ehrenvorsitzender Kunstverein zu Frechen e.V.

Preisverleihung · awards ceremony

15 Uhr: öffentliche Führung 3 p. m.: guided tour

 

Das Beitragsbild zeigt die Grafik von Annegret Frauenlob, 1. Preis „Das Sonett von  dem  Geheimnis des Seins Grafik Nr. 2 aus  Buchprojekt  “DIE FALLE DES GARGANCJAN” von  Stanislav Lem 2015“  | Materialdruck | Foto: Matthias Ritzmann

XVIII. Grafik-Triennale – Programm

XVIII. Grafik-Triennale – Programm

Am 3. Juni ist es soweit: die XVIII. Deutsche Internationale Grafik-Triennale Frechen eröffnet im Stadtsaal Frechen ihre Pforten für die Besucher.

Ausgestellt werden 57 Künstler aus 13 Ländern mit über 100 Arbeiten.

Die Eröffnung der Ausstellung findet am  03.06.2018 um 11.00 Uhr durch Bürgermeisterin Susanne Stupp im Foyer des Stadtsaals Frechen statt.

Anschließend werden die Preise verliehen.
Die XVIII. Grafik-Triennale läuft bis einschließlich Sonntag, den 24.6. und ist in dieser Zeit Dienstag bis Freitag von 16.00 bis 19.00 Uhr geöffnet. Samstag und Sonntag von 11.00 bis 18.00 Uhr.

Der Eintritt ist frei!

Zur XVIII. Grafik-Triennale erscheint ein umfangreicher Katalog in Deutsch und Englisch mit allen ausgestellten Werken.

 

Schüler-Grafik-Wettbewerb

Sonntag, 10.06.2018 , 11 Uhr
Preisverleihung •  Stadtsaal Frechen, Empore 1.Etage

VERANSTALUNGEN •  BEGLEITPROGRAMM

Download Programm XVIII. Grafik -Triennale Frechen

FÜHRUNGEN

kostenlose Führungen  •  Sonntag um 15 Uhr

3.6.2018 •10.6.2018 •17.6.2018 • 24.6.2018

keine Anmeldung erforderlich

Gruppen-und Schulklassenführungen (am Vormittag)
können kostenlos vereinbart werden.
Information unter: 02234 – 16967

Mein Blick auf die Kunst – Tandem Führung

Sonntag, 10.6.2018  •  15 Uhr
Was zieht mich an? Wo bleibt mein Blick hängen?  Um in einen Dialog mit den Kunstwerken und Betrachtern zu kommen, wurde eine Kunst-Führung im Tandem konzipiert. Joachim Zimmer,  Präsident der Karnevalsgesellschaft Königsdorfer Weißpfennige wird dabei seinen spitzbübischen Blick auf die junge internationale Grafik-Kunst im Gespräch mit Dr. Jenny Graf-Bicher vermitteln.
Stadtsaal Frechen  •  kostenlos  •  Dauer 1 Stunde

Museumsführung
Ostasiatisches Museum – „Das gedruckte Bild . Die Blüte der Japanischen Holzschnittkultur“

Freitag 15.06.2018   •  15 Uhr
Das Museum für Ostasiatische Kunst hat für diese Sonderausstellung die schönsten Farbholzschnitte aus der eigenen Sammlung  ausgesucht. Sie geben Einblick in das Leben der Vergnügungsviertel, der Geishas und der Schauspieler,  Themen, die im Holzschnitt  des 19. Jahrhunderts massenhaft aufgegriffen wurden. Auch die aufwändige Technik des Farbholzschnitts von mehreren Platten wird vorgestellt. Diese Technik fand  auch in Europa Anhänger. Sie ist noch heute lebendig, zu sehen nicht zuletzt in der Ausstellung  der diesjährigen Grafik-Triennale in Frechen.

Geführt von Dr. Jenny Graf-Bicher  • Dauer 15 -16.30 Uhr
Anmeldung bis 7.6.2018  unter 02234-16967  •  20 € Führung incl. Eintritt  •
Treffpunkt Ostasiatisches Museum Köln

Führung für Frauen   –  “ aus Frauensicht“

Freitag 22.06.2018  •  16 Uhr
Organisiert über den Arbeitskreis  „Frauen in Frechen“ FiF .

Die Führung verspricht den Besucherinnen Einblicke in die ausgestellten Werke verbunden mit interessanten Hintergrundinformationen und Expertenwissen.
Foyer Stadtsaal Frechen  • geführt von Dr. Jenny Graf-Bicher  •   kostenlos

Anmeldungen bis 14. Juni 2018 unter 02234/501-451
oder gleichstellung@stadt-frechen.de

FÜR KINDER

Wir Grafik-Kinder  •  Führung für Kinder mit kleinem Praxisteil

Samstag,  9.6.2018  •  23.6.2018  • 15 Uhr
Ein erlebnisreicher Besuch für Kinder ab 5 Jahren
und andere Neugierige. Nach einem Entdecker-Rundgang durch die Ausstellung  darf jedes Kind einen eigenen einfachen Druck herstellen.
Foyer im Stadtsaal Frechen  •  Dauer 15-16.30 Uhr
Anmeldung erbeten. •  3,-€ zahlbar vor Ort  •  Dozentin  Anke von Heyl  |  Kunsthistorikerin

BESONDERES

Holzdruck-Workshop  •  Zum Reinschnuppern

Samstag 16.6.2018  •  14.30 Uhr  •  ab 14  Jahren
Nach  dem inspirierenden  Blick auf ausgewählte Holzschnitt-Künstlerarbeiten wird es spannend. Jeder Teilnehmer erstellt nach eigener Idee sein Motiv in Holz und fertigt selber einen farbigen, vielleicht mehrfarbigen Druck an.
Foyer im Stadtsaal Frechen  •  Dauer 14.30-17.30 Uhr
Anmeldung erforderlich  • bis 12 TeilnehmerInnen
15 €  zahlbar vor Ort  • Dozent Thomas Peter | Künstler und Holzschneider aus Köln

Das Grafik-Dinner

Donnerstag 21.6.2018   •  Beginn 19 Uhr
Ein kulinarisch ungewöhnlicher  Abend mit Geschichten und Erfahrungen rundum die Druck-Grafik. Neben einem köstlichen 3-Gänge „Schwarze-Kunst-Menü“, kreiert von Hotel Durst, servieren wir Ihnen unterhaltsame Einblicke in die unterschiedlichen grafischen Techniken. Zwischen den Gängen warten appetitanregende Begegnungen mit den Werken der internationalen jungen Künstler auf Sie.
Stadtsaal Frechen  •  Dauer 19 – 22 Uhr
Nur mit Reservierung  •  Anmeldung unter  02234-16967
39,- p.Person ohne Getränke  • Moderation Anke von Heyl | Kunsthistorikerin

Finissage
Sonntag 24.06.2018 • 15 Uhr  •  Führung durch die Ausstellung mit Plaudereien aus dem Triennale „Nähkästchen“  •  ab16.30 Uhr Verleihung des Publikumspreises   •   Abschluss Umtrunk  •  Unter den Besuchern verlosen wir 3  Ausstellungskataloge.

 

Anmeldung
Kunstverein zur Frechen e.V.
Kolpingplatz 1, 50226 Frechen
Tel.02234-16917  Fax 02234-200775
info@kunstverein-frechen.de
Bürozeiten: Di + Do 10-13 Uhr

 

 

 

 

 

Jahresgabenausstellung 2017

Jahresgabenausstellung 2017

Am Wochenende des 1. Advents laden wir Sie ein, unsere Jahresgabenausstellung zu besuchen. Wir haben 11 Künstler – interne Künstlermitglieder des Kunstvereins und externe Künstler – eingeladen, ihre Arbeiten zu präsentieren.

Die Vernissage findet am 1.12. um 19. Uhr im Oberen Foyer des Stadtsaals Frechen statt. Wir feiern zu diesem Anlass auch ein Jubiläum. Der Kunstverein zu Frechen ist 55 geworden.

Andrea Buhmann: Täuschend echt

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