Programm 2. Halbjahr 2016

Tagesexkursion Donnerstag, 4. August 2016 nach Wuppertal: Skulpturenpark „Waldfrieden“ und „Tony Cragg – Retrospektive“

Unsere Tagesexkursion nach Wuppertal steht ganz im Zeichen der Skulptur! Wir fahren morgens von Frechen aus mit dem Bus nach Wuppertal und steuern zuerst den Skulpturenpark „Waldfrieden“ an. Dort haben wir um 10.30 Uhr eine Führung. Die Gründung und Einrichtung des Skulpturenparks ist der privaten Initiative des in Wuppertal lebenden britischen Bildhauers Tony Cragg zu verdanken, der das Anwesen 2006 erwarb. 2008 wurde der Skulpturenpark eröffnet. Er beherbergt eine stetig wachsende Skulpturensammlung, darunter Ausschnitte aus dem umfangreichen Werk Tony Craggs. Die aktuelle Wechselausstellung in der großen Ausstellungshalle zeigt Gipsskulpturen von Henry Moore. Diese gelten häufig nicht als eigenständige Werke, sondern nur als notwendige Vorstufe zur Herstellung einer Endfassung in Bronze. Auch Henry Moore (1898 – 1986) zerstörte anfangs viele seiner Gipsplastiken nach Fertigstellung der Bronzeedition, um weitere Abgüsse zu verhindern. Doch später bewahrte er die Gipsfassungen seiner Skulpturen auf, die er als eigentliche „Originale“ ansah. Einige Skulpturen wurden sogar nur in Gips ausgeführt. Aufgrund der Empfindlichkeit des Materials ist dieser Teil von Henry Moores Oeuvre bisher jedoch kaum außerhalb Großbritanniens ausgestellt worden. Daher sind viele der Werke erstmals in Deutschland zu sehen. Um die Mittagszeit besteht Gelegenheit, eine Pause im Café „Podest“ einzulegen. Um 14.30 Uhr fährt uns der Bus zum Von der Heydt-Museum und wir besuchen dort die Ausstellung „Tony Cragg – Retrospektive“. In fast jeder Großstadt der Welt befindet sich ein Werk von Tony Cragg, bis 2013 Rektor der Kunstakademie Düsseldorf. Der Künstler hat nahezu alle wichtigen Ehrungen bekommen, die es weltweit gibt. Das Von der Heydt-Museum Wuppertal widmet dem bedeutendsten britischen Bildhauer der Gegenwart Tony Cragg (geb. 1949) die erste umfassende Retrospektive. Die Ausstellung gibt auf drei Etagen einen Überblick über das gesamte Schaffen, von Craggs Studienzeit bis zu aktuellen Werken aus dem Jahr 2015. (Zur Einstimmung gibt es auf der Homepage des Von der Heydt-Museums einen kurzen Film über die Arbeit Tony Craggs.) Abfahrt Frechen, Parkplatz Matthiasstr., 4.8.2016, 8.30 Uhr, voraussichtl. Rückkehr 18.00 Uhr. Da wir in einem Wald spazieren gehen, denken Sie bitte an festes Schuhwerk. Kostenbeitrag: 67 € (Mitgl.) / 72 € (Nichtmitgl.) Anmeldefrist: 20. Juli 2016


Samstag, 24. September, 15.00 Uhr, kultur- und kunstgeschichtlicher Stadtspaziergang
mit Dr. Jenny Graf-Bicher und  Dr. Franz-Joseph Kiegelmann im Rahmen der Frechener Kulturwoche 2016. Eine Kooperation des Kunstvereins zu Frechen e.V. und des Frechener Geschichtsvereins e.V., Treffpunkt: Sankt Audomar. Die Teilnahme ist kostenlos.
Mittwoch, 28. September, 20.00 Uhr, Lindentheater: In der Reihe „Künstlerfilme“, die der Kunstverein zusammen mit Frechen-Film e.V. anbietet, wird der Film von Wim Wenders „Pina“ gezeigt, eine Tanzfilm-Dokumentation in 3D mit dem Ensemble des Tanztheaters Wuppertal, dessen Choreographin Pina Bausch er gewidmet ist. Im Zentrum des Films stehen Ausschnitte aus Pina Bauschs Tanztheater-Stücken Le sacre du printemps, Café Müller, Kontakthof und Vollmond. Diese werden durch Interviewstatements und weitere Tanz-Choreografien ergänzt, die an Schauplätzen in Wuppertal und Umgebung gefilmt wurden. (In der Bundeskunsthalle läuft übrigens noch bis zum 31. Juli die Ausstellung „Pina Bausch“ über ihr Werk.)
Donnerstag, 20. Oktober, 19.00 Uhr Vernissage der Ausstellung „Ralf Gemein, Angela Kiersch, Daniel Schieben“ im Stadtsaal, Oberes Foyer. Ralf Gemein, *1975, lebt in Kaarst bei Düsseldorf. Seine Malerei wirkt abstrakt, ornamental, oftmals wie ein camouflageartiges Muster, ist raumgreifend und dominierend. Dagegen sind die „Skulpturalen Installationen“ von Angela Kiersch (*1958) meist zarte, schwebende Gebilde, die mit der Wirkung von Licht und Schatten spielen, Artefakte aus Materialien der Natur, wie Kiefernnadeln, Beeren oder Kletten. Die Fotografien von Daniel Schieben – *1979, lebt und arbeitet in Trier – wirken malerisch, fast abstrakt und sind von zurückgenommener Farbigkeit. Ausstellungsdauer 20.10. – 30.10.2016, Öffnungszeiten Mi-Sa 15 -18 Uhr, So 11-18 Uhr.
29./30. Oktober, 25. Offene Ateliertage in Frechen: Zum 25. Male öffnen Künstler und Kunstschaffende in Frechen ihre Türen, freuen sich auf viele Besucher und erlauben einen Blick in ihre Ateliers. Dieses besondere kulturelle Angebot hat seit vielen Jahren einen festen Platz in der Frechener Kulturlandschaft. Seit ein paar Jahren übernimmt der Kunstverein zu Frechen mit freundlicher Unterstützung der Stadt Frechen die Organisation der Offenen Ateliers. Der Flyer mit allen teilnehmenden Künstlern und Adressen wird im Rathaus und beim Kunstverein Frechen für Sie bereit liegen.
Samstag, 12. November, 15.00 Uhr, Museum Ludwig: Besuch der Ausstellung „Wir nennen es Ludwig.“ Im Jahr 2016 hat das Museum Ludwig drei Jubiläen zu begehen: 1946 hatte Josef Haubrich seine Sammlung mit Werken der klassischen Moderne der Stadt Köln geschenkt und damit den Grundstein für ein Museum gelegt, 1976 unterzeichneten Peter und Irene Ludwig ihren Schenkungsvertrag mit rund 350 Werken zeitgenössischer Kunst und 1986 konnte der Neubau des Museums eröffnet werden. Die Gruppenausstellung „Wir nennen es Ludwig“ ist der Höhepunkt im Jubiläumsjahr. Das Thema dieser breit angelegten Schau ist die Institution selbst. Rund 25 Künstlerinnen und Künstler sind eingeladen, neue Arbeiten für diese Ausstellung zu entwickeln, bzw. mit den Kuratoren des Museums gemeinsam Werke auszusuchen, die sich dezidiert auf das Museum Ludwig beziehen, oder Räume mit dem Sammlungsbestand des Museums einzurichten. Durch die Ausstellung wird uns Frau Dr. Jenny Graf-Bicher führen. Treffpunkt im Kassenbereich des Museums um 14.45 Uhr. Kostenbeitrag: 25,- €. Falls Sie keine Eintrittskarte benötigen (Jahreskarte, Gesellschaft der Freunde), geben Sie dies bitte bei der Anmeldung an. Anmeldefrist: 31. Oktober 2016


Freitag, 25. November, 19.00 Uhr 
Vernissage der Jahresgaben-Ausstellung. Wie in jedem Jahr präsentiert der Kunstverein am Jahresende und rechtzeitig vor Weihnachten seinen Mitgliedern und allen Kunstinteressierten eine Ausstellung mit Kunstwerken zu erschwinglichen Preisen. Die Auswahl der Künstler und Künstlerinnen, die um einen Beitrag gebeten werden, ist aktuell noch nicht abgeschlossen. Wie immer wird etwa die Hälfte der Künstlerinnen und Künstler aus Mitgliedern des Kunstvereins bestehen und die andere Hälfte aus Externen. Ausstellungsdauer: Samstag 26. November und Sonntag 27. November, jeweils 11.00 – 18.00 Uhr


Sonntag, 11. Dezember, 11.00 Uhr, Lindentheater
: In der Reihe „Künstlerfilm“ bieten wir zusammen mit Frechen-Film e.V. einen Film an, der nicht im engeren Sinne ein Künstlerfilm ist, sondern sich mit dem Leben und Wirken der Kunstmäzenatin und Sammlerin Peggy Guggenheim befasst. Im Film „Peggy Guggenheim – ein Leben für die Kunst“ wird der sensible wie temperamentvolle Charakter der Kunst-Ikone mit seltenen Tonaufnahmen zum Leben erweckt, wobei Freunde und Kritiker ebenso zu Wort kommen wie die Protagonistin selbst, die kurz vor ihrem Tod im Jahr 1978 noch Tonbänder besprochen hat. Über die bloße Chronik hinaus spannend wird der Film vor allem dann, wenn es um die Ambivalenz im Leben von Guggenheim geht, die ihre ständigen Selbstzweifel nicht nur mit ihrem Einsatz für die Kunst, sondern auch mit einem exzessiven Sexleben zu vertreiben versuchte.