Ausstellungen 2020

Günter Weidner, Zerdreht, 2019

12.01. – 8.2. Kunstausstellung „Drehmoment“

Alle zwei Jahre veranstaltet der Kunstverein zu Frechen e.V. in Kooperation mit
dem Inklusiven Begegnungs- und Tagungszentrum der Gold-Kraemer-Stiftung
eine themenbezogene Gemeinschaftsausstellung für Künstler*innen, die Mitglieder
des Vereins sind. Zu „DREHMOMENT“ haben 40 Künstler*innen aus den
Bereichen Malerei, Zeichnung, Fotografie, Collage und Objekt gearbeitet.


Vernissage: Sonntag, 12. Januar, 11 Uhr, Kirche Alt St. Ulrich, Ulrichstr. 110.
Musikalische Einführung mit zeitgenössischer elektronischer Musik von Falk
Bittner mit der Uraufführung „Gewindegang“, die er eigens für „DREHMOMENT“
komponiert hat und die vom Kunstverein zu Frechen e.V. beauftragt
wurde. Finissage: Samstag, 8. Februar, 15 Uhr, Kirche Alt St. Ulrich, Frechen,
Ulrichstr. 110
Lesung der Gruppe „Federleicht“ – Die Kreative Schreibwerkstatt der Gold-
Kraemer-Stiftung unter der Leitung des Journalisten Jürgen Streich.

 

16.4. – 29.4.: Ausstellung Irena Paskali, Stadtsaal

Die in Mazedonien geborene (1969) seit 2004 in Köln lebende Künstlerin arbeitet
ungewöhnlich vielseitig in verschiedenen Genres: Zeichnung, Video, Installation,
Fotografie. Doch die Aufzählung dieser Arbeitsweisen allein wird ihr nicht gerecht,
denn meist verbindet sie mehrere Sparten zu einem Projekt. So tauchte
sie im Ohrid-See in ihrer Heimat Mazedonien unter Wasser und ließ sich mal in
einem Ballettkostüm, mal in einer Fußballerinnenmontur fotografieren, in der
grünen „Unterwasserwelt“ schwebend, die Arme vor Sehnsucht ausstreckend, mal
heftig um sich schlagend. „Die Bilder helfen, verlorene Träume wiederzufinden“,
erklärte sie in einem Interview. In einem kurzen Videofilm wird gezeigt, wie sie
durch tiefen Schnee auf einen Berg hinaufstapft, auf dem oben eine kleine Kirche
steht. Mit den alten Schuhen, ihren Fußabdrücken im Schnee, weist sie auf all die
Menschen hin, die sich auf die Suche nach Spiritualität und Erkenntnis aufgemacht
haben. So ist auch Irena Paskali ständig unterwegs, hält sich in verschiedenen
Ländern zu künstlerischen Residenzen auf und erarbeitet dort ihre Projekte in
Auseinandersetzung mit Geschichte und Kultur. So z.B. in dem Projekt OPEN DIALOG,
das sie mit einer anderen jungen Frau zeigt, in der Republik Karelien, beide
haben ihre langen Haare verknotet, sie bewegen sich aufeinander zu, versuchen
voneinander wegzukommen und schaffen es doch nicht. „Wir überwinden spielend
weite Strecken, treffen Menschen aus völlig anderen Zusammenhängen, entwickeln
emotionale Bindungen zu ihnen und verlieren sie doch schmerzhaft bei
der Trennung“, sagt die Künstlerin.